Magdeburg/ST. WĂ€hrend SPD-Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne selbst weiterhin einen neuen Krankenhausplan fĂŒr Sachsen-Anhalt verschleppt, bremst sie so auch notwendige und mutige Eigeninitiativen von KrankenhaustrĂ€gern zur Neuausrichtung im Gesundheits-Strukturwandel aus, wie etwa im Harz.
Gleichzeitig entwickelt die FPD-Fraktion im Landtag Visionen ĂŒber die SchlieĂung von Klinikstandorten, wie in Köthen. âDabei ist es dringend geboten im Land, endlich produktiv ĂŒber die Notwendigkeit und auch die groĂe Chance der Krankenhausreform ins GesprĂ€ch zu kommen. Auch der Strukturwandel im Gesundheitswesen muss gestaltet werden und darf nicht dem Zufall oder blinder Hoffnung ĂŒberlassen bleiben“, bekrĂ€ftigt Susan Sziborra-Seidlitz (Foto), gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BĂNDNIS 90/DIE GRĂNEN.
âKlar fĂŒr uns ist dabei, der Erhalt aller Klinikstandorte als Orte der Gesundheitsversorgung. Ob diese technisch als sektorenĂŒbergreifende Versorgungseinrichtungen, Level 1i KrankenhĂ€user oder HĂ€user der Basisversorgung zu bezeichnen sind, ist aus Sicht der Patienten unwichtig. Hauptsache vor Ort gibt es einen medizinischen Ansprechpartner, der in NotfĂ€llen hilft und kleine Eingriffe leistet. Davon ist unsere grĂŒne Politik geleitet.“
DafĂŒr bietet die Krankenhausreform groĂe Chancen. Sie beendet den rein ökonomischen Blick auf Krankenhausleistungen. Nicht mehr die einzelne Leistungserbringung finanziert die HĂ€user, sondern durch die Vorhaltefinanzierung ist ihr Bestand an sich grundfinanziert. Gleichzeitig wird die Versorgung verstĂ€rkt an Mindestfallzahlen zur QualitĂ€tssicherung orientiert, es wird endlich die starre Sektorentrennung ĂŒberwunden und hybride Angebote ambulanter sowie stationĂ€rer Natur ermöglicht.
âTrĂ€ger, die sich aufmachen, mit dieser Krankenhausreform die Zukunft der Gesundheitsversorgung strategisch zu gestalten, brauchen UnterstĂŒtzung vom Land, nicht Drohungen. Denn beides ist in unserem Land dringend nötig: die stĂ€rkere Spezialisierung der HĂ€user und Zentralisierung von Leistungen. Auch die Sicherung der Versorgung in der FlĂ€che. HierfĂŒr gilt es: Land, Kommunen, KrankenhaustrĂ€ger und Kassen an einen Tisch zu bekommen, um zukunftsfeste und bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln. Wir fordern, dies zeitnah zu initiieren“, schlieĂt Sziborra-Seidlitz ab.
Quelle: Fraktion BĂNDNIS 90/DIE GRĂNEN im Landtag von Sachsen-Anhalt am 23. Januar 2025
Foto: Susan Sziborra-Seidlitz (c) Jan-Christoph Elle