„Die Landeshauptstadt verfügt über eine sehr gut ausgebildete und hervorragend geführte Berufsfeuerwehr und einen funktionierenden Rettungsdienst. Das hat sicher vielen Verletzten das Leben gerettet.“
So das Fazit von Rüdiger Erben (Foto), Obmann der SPD-Landtagsfraktion im 21. Parlamentarischen Untersuchungsausschuss, nach der heutigen Befragung von vier Zeugen zum Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20. Dezember 2024.
Im Ausschuss berichteten am Freitag der Leiter der Magdeburger Berufsfeuerwehr Frank Mehr, sein Abteilungsleiter Thorsten Seitter, der Leitende Notarzt Dr. Christoph Keil und der Ärztliche Leiter Rettungsdienst Stefan Gerke über den Ablauf und die Herausforderungen des Einsatzes.
Erben betonte, dass der Einsatz „hochprofessionell und entschlossen“ geführt worden sei – machte aber auch deutlich: „Mehrere Zeugen haben auf Defizite hingewiesen, die die Arbeit der Einsatzkräfte und der aufnehmenden Krankenhäuser unnötig erschwert haben.“ Insbesondere die fehlende Digitalisierung der Rettungsmittel habe sich als problematisch erwiesen. „Die ursprünglich vom Innenministerium geplante technische Ausstattung wurde nicht umgesetzt. Das hatte zur Folge, dass keine aktuellen Daten über freie Behandlungskapazitäten zur Verfügung standen – und genau das wäre in einer solchen Situation entscheidend gewesen.“
Text/Foto: SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt am 04. April 2025