Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team: Großer Preis von Japan 2025 – Samstag

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Start aus der dritten Reihe beim Großen Preis von Japan am Sonntag

  • George Russell und Kimi Antonelli starten morgen von den Plätzen fünf und sechs in den Großen Preis von Japan.
  • Nach dem durch viele rote Flaggen geprägten zweiten Freien Training am Freitag waren beide Fahrer bestrebt, ihr Programm in der letzten Trainingsstunde heute Morgen fortzusetzen.
  • Obwohl auch das dritte Training durch zwei rote Flaggen unterbrochen wurde, setzte George seine starke Leistung mit einem dritten Platz fort und Kimi baute sein Selbstvertrauen und seinen Speed weiter aus.
  • Dies spiegelte sich auch im Qualifying wider, in dem George sicher der Sprung ins Q3 gelang, während Kimi sich im Verlauf der Session kontinuierlich verbesserte, um zum zweiten Mal in Folge in den letzten Qualifying-Abschnitt einzuziehen.
  • In einem hart umkämpften Feld kämpften viele Fahrer um die Pole Position. Leider verlor George in seiner letzten Runde durch Übersteuern in Kurve zwei wertvolle Zeit. So konnte er seine Rundenzeit aus seinem ersten Versuch im Q3 nicht mehr verbessern und wurde Fünfter.
  • Kimi steigerte sich stetig, vor allem im schwierigen ersten Sektor. Dabei war der dritte Fahrer des Teams, Valtteri Bottas, der selbst schon einen Grand Prix in Suzuka gewonnen hat, für Kimi ein nützlicher Sparringspartner, da der Italiener zum ersten Mal in Suzuka fährt.
  • Kimi hob sich seinen besten Versuch für den Schluss auf und erreichte mit einer Zeit von 1:27.555 Minuten einen soliden sechsten Platz – seine bisher beste Startposition in der Formel 1 – und einen Platz in der dritten Startreihe neben seinem Teamkollegen.
  • Für heute Nacht ist Regen vorhergesagt, so dass das morgige Rennen über 53 Runden unter gemischten Bedingungen stattfinden könnte.

George Russell

Der fünfte Platz ist heute definitiv zu wenig für uns. Wir haben das ganze Wochenende stark ausgesehen und ich denke, wir hatten ein Auto, das um die erste Startreihe hätte kämpfen können. Leider haben wir im entscheidenden Moment einfach keine Runde zusammenbekommen. Die Strecke wurde im Laufe des Qualifyings immer kühler. Bei unserem letzten Versuch waren die Reifen zu Beginn der Runde etwas zu kalt und ich hatte eine Schrecksekunde in Kurve zwei. Das hat mich ein paar Zehntel gekostet und ich konnte mich nicht mehr verbessern.

Natürlich sind wir enttäuscht, aber Platz fünf ist kein schlechter Startplatz. Wir hatten das ganze Wochenende eine gute Pace und ich fühle mich wohl im Auto. Mal sehen, was das Wetter morgen bringt, aber egal ob nass oder trocken, ich denke, wir können um einen Platz auf dem Podium kämpfen. Im Nassen ist die Strecke eine noch größere Herausforderung. Wir haben in Melbourne gesehen, wie chaotisch ein Regenrennen sein kann, also werden wir versuchen, bei allen Bedingungen das Beste herauszuholen.

Kimi Antonelli

Ich bin mit dem Verlauf des Qualifyings zufrieden. In den Trainings ist mir keine Runde so gelungen, wie ich es mir gewünscht hätte. Deshalb hatte ich vor dem Qualifying nicht besonders viel Selbstvertrauen, aber wir haben weiter hart daran gearbeitet. Bono war eine große Unterstützung und auch Valtteri hat mir viele Tipps gegeben. Ich konnte mich Runde für Runde steigern und P6 ist am Ende kein schlechtes Ergebnis. Es steckte definitiv noch mehr Performance im Auto. Mit Sektor eins hatte ich etwas zu kämpfen. Hätte ich das besser hinbekommen, hätten wir vielleicht weiter vorne starten können. Dennoch bin ich zufrieden mit dem, was wir aus dem Auto herausholen konnten. Ich nehme viel Positives mit und weiß, wo ich mich noch verbessern kann.

Ich freue mich auf morgen. Wenn man sich die Wettervorhersage ansieht, könnte es ein interessantes Rennen werden. Ein bisschen Regen würde mir sicher nicht schaden! Ich muss mir heute Abend noch viele Daten ansehen, um herauszufinden, wo wir uns noch steigern können. Ich werde weiter Selbstvertrauen auf der Strecke sammeln und hoffe, dass wir morgen eine gute Punkteausbeute mit nach Hause nehmen können.

Bradley Lord, Team Representative

Das Qualifying hinterließ bei uns gemischte Gefühle. George hat bislang ein starkes Wochenende hingelegt und war fast immer in den Top-3, wenn er auf der Strecke war. Als es gegen Ende des Qualifyings kühler wurde, bekam er einfach keine Runde zusammen. In Kurve zwei verlor er mehr als zwei Zehntel, und obwohl er später in der Runde noch einmal aufholte, reichte es nicht mehr für eine Verbesserung. Damit belegte er den fünften Platz, während andere sich nach vorne schoben. Aber mit der Pace, die er hier in Suzuka bisher gezeigt hat, kann er zuversichtlich sein, dass er morgen die Fahrer vor ihm herausfordern kann.

Für Kimi ging es an diesem Wochenende darum, seine Leistung Schritt für Schritt zu steigern. Aufgrund der vielen roten Flaggen in den Trainingssitzungen war es schwierig, einen guten Rhythmus zu finden, so dass er im Qualifying zum ersten Mal wirklich alles zusammenfügen konnte. Er verbesserte sich mit jedem Versuch und Platz 6 ist eine schöne Belohnung für ihn – sein bisher bestes Qualifying-Ergebnis in der Formel 1, mit dem er eine sehr enge Gruppe an Fahrern anführt.

Wir starten morgen aus der dritten Reihe, und das Rennen könnte durch den vorhergesagten Regen beeinträchtigt werden. Dieser Grand Prix ist für die Autos und Fahrer schon im Trockenen anspruchsvoll, und im Nassen ist es noch schwieriger. Wir müssen in Bestform sein, wenn wir uns gegen die Fahrer vor uns durchsetzen wollen.

Andrew Shovlin, Trackside Engineering Director

George ist verständlicherweise frustriert über P5. Er war an diesem Wochenende fast immer unter den ersten Drei, meistens sogar unter den ersten Zwei. Bei seinem letzten Run haben wir auf der Out Lap zu niedrige Temperaturen angepeilt, weshalb ihm in den ersten Kurven der Grip fehlte. Das führte zu einem plötzlichen Ausbrechen des Hecks in Kurve zwei, was die Runde letztlich ruinierte. Es ist ermutigend, dass das Auto hier besser funktioniert, aber wir hätten heute mehr daraus machen müssen.

Was Kimi betrifft, so hat er auf dieser Strecke seit dem ersten Training am Freitag eine steile Lernkurve hingelegt. Er hat sich mit jedem Run genug verbessert, um das Q3 zu erreichen. Dort fuhr er eine starke Runde und steht morgen neben George in der Startaufstellung. 

Wir erwarten in der Nacht und am Morgen etwas Regen, aber es ist noch nicht klar, ob es ein Regenrennen wird. Sollte das der Fall sein, ist die Position im Qualifying nicht so entscheidend. Denn dann entscheidet eine gute Kommunikation und Entscheidungsfindung über unser Ergebnis. Sollte es trocken sein, sind wir immer noch in einer starken Position, um einen Podiumsplatz zu kämpfen, wenn die Rennpace so solide ist wie am Freitag. Wir werden sehen, was der morgige Tag bringt.

Foto: Formel 1 – Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team, Japan Grand Prix 2025. George Russell

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