ARD-DeutschlandTrend: Nur knapp jeder Sechste will am Atomausstieg zum Jahresende festhalten

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Eine Mehrheit der Deutschen möchte, dass die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland ĂŒber das Jahresende hinaus genutzt werden. Allerdings gehen die Meinungen auseinander, wie lange das der Fall sein soll. 41 Prozent sprechen sich dafĂŒr aus, den Betrieb der Atomkraftwerke um einige Monate zu strecken. Ebenfalls 41 Prozent sind dafĂŒr, die Atomenergie auch langfristig zu nutzen. Knapp jeder Sechste (15 Prozent) will dagegen wie geplant am Atomausstieg zum Jahresende festhalten. Das hat eine reprĂ€sentative Umfrage von infratest dimap unter 1.313 Wahlberechtigten fĂŒr den ARD-DeutschlandTrend von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben.

Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und seinen energiepolitischen Folgen fĂŒr Deutschland wird aktuell ĂŒber verschiedene Maßnahmen diskutiert. Auf breite Zustimmung stĂ¶ĂŸt ein schnellerer Ausbau der Windenergie. 81 Prozent halten das fĂŒr richtig, 15 Prozent fĂŒr falsch. Mehrheitlich befĂŒrwortet werden auch ein befristetes Tempolimit auf Autobahnen (61 Prozent) sowie eine verstĂ€rkte Nutzung von Kohlekraftwerken (61 Prozent). Der Vorschlag, so genanntes Fracking-Gas in Deutschland zu fördern, wird dagegen mehrheitlich abgelehnt: 56 Prozent sind dagegen, gut jeder Vierte (27 Prozent) spricht sich dafĂŒr aus.

Das Ziel der Bundesregierung, Deutschland unabhĂ€ngig von russischen Energie-Importen zu machen, unterstĂŒtzt eine Mehrheit der Deutschen. 71 Prozent halten dieses Ziel fĂŒr richtig, jeder Vierte (24 Prozent) hingegen fĂŒr falsch. Die aktuellen Sanktionsmaßnahmen gegen Russland werden derweil unterschiedlich bewertet: FĂŒr 37 Prozent der Deutschen gehen sie nicht weit genug (-4 Prozentpunkte im Vgl. zu Juni). 34 Prozent halten sie fĂŒr angemessen (-3). Jedem FĂŒnften (21 Prozent) gehen sie inzwischen zu weit (+6). Die deutsche UnterstĂŒtzung der Ukraine mit Waffen empfinden 39 Prozent der Deutschen als angemessen (-3). FĂŒr jeden Dritten (32 Prozent) geht sie zu weit (+9), fĂŒr 23 Prozent der Deutschen nicht weit genug (-6).

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