Magdeburg. In der kommenden Woche beginnen im Stadtpark Rotehorn vorbereitende Arbeiten für den geplanten Basisbau am Albinmüller-Turm. Am Fuß des markanten Aussichtsturms entsteht im Auftrag der Stadt ein neues, besucherfreundliches Entree, dass sich optisch am historischen Umfeld orientiert. Für die etwa ein Jahr andauernden Arbeiten ist die Absperrung der umliegenden Fläche notwendig. Die Nutzung der Aussichtsplattform ist in dieser Saison für Besucherinnen und Besucher daher nicht möglich.
Im Zuge des Umbaus der Magdeburger Stadthalle, der Hyparschale und der Neugestaltung der umgebenden Parkanlage Rotehorn erhält auch der Albinmüller-Turm, eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Landeshauptstadt Magdeburg, einen neuen Basisbau. Ab der kommenden Woche werden die Bauarbeiten vorbereitet, die im März beginnen werden.
Der geplante Anbau wird unter anderem aus einem einladenden Foyer, einem Bistro- und Kassenbereich sowie einem Veranstaltungsraum, in dem beispielsweise Lesungen und Vorträge für bis zu 50 Personen stattfinden können, bestehen. Zudem werden von außen zugängliche Toiletten in den Neubau integriert.
Die Gestaltung des neuen Basisbaus orientiert sich an den Materialien und Stilmitteln des Albinmüller-Turms und seiner ursprünglichen Erscheinung. Durch pergolaartig angeordnete Mauerwerkspfeiler aus rotem Klinker wird die historische Hofgestaltung aufgegriffen. Gleichzeitig wird damit die architektonische Verbindung zur Stadthalle und zum Pferdetor wiederhergestellt. Großzügige Glaselemente werden zudem Transparenz und Offenheit vermitteln.
Die geplanten Kosten belaufen sich auf rund 1.752.000 Euro. Für die Umsetzung des Projektes wurden Städtebaufördermittel aus dem Programm „Lebendige Zentren“ bewilligt. Die Realisierung des Bauvorhabens wird als Einzellosvergabe erfolgen. Bauherr ist das Kommunale Gebäudemanagement Magdeburg.
Architektur-Ikone in Magdeburg: Der Albinmüller-Turm
Der Albinmüller-Turm ist ein Aussichtsturm im Stadtteil Werder am östlichen Elbufer Magdeburgs im Stadtpark Rotehorn und zählt zu den bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt. Der Albinmüller-Turm wurde im Zusammenhang mit der Deutschen Theaterausstellung Magdeburg 1927 als Bestandteil des Ausstellungsgeländes errichtet.
Mit der zeitgleich errichteten Stadthalle prägt der Aussichtsturm die Magdeburger Stadtsilhouette des östlichen Elbufers. Mit seiner Eleganz und Funktionalität ist der Turm ein bedeutendes Beispiel des Neuen Bauens der 1920er Jahre in Magdeburg.
Der Turm entstand in den Jahren 1926–1927 nach einem Entwurf des Architekten Albin Müller – genannt Albinmüller – im Rahmen der Umgestaltung des Areals des ehemaligen Festplatzes des Stadtparks Rotehorn für die Deutsche Theaterausstellung. Die Architektur des Turms nimmt die Ideen einer Glas- und Lichtarchitektur des zeitweise in Magdeburg tätigen Bruno Taut auf.
Abends ist die gläserne Turmspitze farbig beleuchtet und Bestandteil einer Lichtinszenierung des gesamten Stadthallenareals. Der Turm bildet zur unmittelbar danebenstehenden und zeitgleich entstandenen Stadthalle Magdeburg einen vertikalen Gegensatz.
Foto: Visualisierung_Albinmüller-Turm_2025 (Copyright: gmp International GmbH)