Stendal (ots) – Am Dienstagvormittag, den 14. Juni 2022 kam es auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin – Hamburg, im Bereich zwischen Rathenow und Stendal zu einem Polizeieinsatz der Bundespolizei:
Ein Intercityexpress war von Berlin in Richtung Frankfurt unterwegs. Um 10:08 Uhr bemerkte der TriebfahrzeugfĂŒhrer bei einer Geschwindigkeit von ĂŒber 200 Stundenkilometern eine Person im Nachbargleis. Daraufhin leitete er eine Gefahrenbremsung ein. Nachdem der Zug zum Stillstand kam, flĂŒchtete die Person in ein angrenzendes Waldgebiet. Die Strecke wurde gesperrt und die Bundespolizei ĂŒber den Sachverhalt informiert.
Eine sofort eingesetzte Streife stellte den Mann um 10:50 Uhr im Nahbereich und kontrollierte ihn. Der 34-jĂ€hrige, bulgarische Staatsangehörige machte keine Angaben zu seinem Aufenthalt im Gleis. Gegen ihn wird ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Die Strecke konnte um 10:51 Uhr wieder freigegeben werden. Der Intercityexpress setzte seine Fahrt fort. Verletzte im Zug gab es glĂŒcklicherweise nicht.
Durch diesen Sachverhalt kam es bei 13 ZĂŒgen zu 276 Minuten VerspĂ€tungen.
In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei erneut darauf hin, dass Handlungen dieser Art lebensgefĂ€hrlich sind! Die ZĂŒge nĂ€hern sich fast lautlos und zum Teil mit sehr hohen Geschwindigkeiten an und können je nach Windrichtung oft sehr spĂ€t wahrgenommen werden. AuĂerdem geht von den vorbeifahrenden ZĂŒgen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen UnfĂ€llen fĂŒhren kann. In diesem aktuellen Fall hatte der Mann anscheinend gleich mehrere Schutzengel um sich.
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