Nachdem in den NachbarbundeslĂ€ndern Sachsen und ThĂŒringen seit Wochen nicht angemeldete Demonstrationen von Gegnern der Corona-MaĂnahmen unter Verletzung der InfektionsschutzmaĂnahmen durch die StraĂen zogen, nehmen diese AktivitĂ€ten auch in Sachsen-Anhalt zu.
Am Montagabend kam es zu solchen AufzĂŒgen beispielsweise in Aschersleben und Magdeburg. WĂ€hrend in Magdeburg, die Polizei den nichtangemeldeten Aufzug zumindest auflöste, berichten Beobachter aus anderen StĂ€dten, dass die Teilnehmer von der Polizei weitgehend unbehelligt die nicht angemeldeten Veranstaltungen durchfĂŒhren konnten.
RĂŒdiger Erben (Foto), innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion verweist darauf, dass es sich bei diesen Versammlungen, wenn sie nicht rechtzeitig angemeldet wurden, um illegale Aktionen handelt, da die Voraussetzungen einer Eil- oder Spontanversammlung nicht vorliegen. Solche ZusammenkĂŒnfte seien bereits in ânormalen Zeitenâ ein VerstoĂ gegen das Versammlungsgesetz, in der aktuellen Pandemie zudem ein VerstoĂ gegen die Corona-EindĂ€mmungsverordnung des Landes.
Erben fordert, dass sich Versammlungsbehörden, GesundheitsĂ€mter und die Polizei nicht mehr lĂ€nger âvon Querdenkern auf der Nase herumtanzen lassenâ.
Erben: âWo es hinfĂŒhren kann, wenn der Staat nicht rechtzeitig Grenzen aufzeigt, kann man in Sachsen und ThĂŒringen besichtigen. Wenn wir nicht wollen, dass sich das in Sachsen-Anhalt so entwickelt, dann muss jetzt energisch das Gesetz durchgesetzt werden.
Das Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt steht hier in der Verantwortungâ
Unter anderem war es am Wochenende vor dem Haus der sÀchsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping zu einer Zusammenkunft gekommen. Viele Teilnehmer:innen trugen Fackeln. Eine Symbolik, deren Parallelen zum Nationalsozialismus nicht von der Hand zu weisen sind.
Foto (c) SPD Sachsen-Anhalt