Rahmenbedingungen für Investitionen privater Unternehmen in Deutschland sollten attraktiver gestaltet werden. Das schlägt ifo-Präsident Clemens Fuest in einem Standpunkt-Beitrag vor. „Dafür sollte die Politik die Abschreibungen weiter erleichtern und in den kommenden Jahren die steuerliche Belastung von einbehaltenen Gewinnen für Kapitalgesellschaften schrittweise auf 25 Prozent senken“, fügte Fuest hinzu.
Auch verlässliche Freihandelsabkommen unterstützten den Exportstandort Deutschland und hielten dadurch Investitionen der Unternehmen im Inland. Abkommen mit Drittstaaten wie Mercosur sollten endlich umgesetzt werden. „Die Bundesregierung sollte sich auch noch stärker dafür einsetzen, die Vertiefung des europäischen Binnenmarkts voranzubringen, vor allem bei Dienstleistungen“, sagte Fuest weiter.
Ein weiterer Schlüssel sei eine verlässliche Infrastruktur, um Unternehmen zu neuen Investitionen zu motivieren. „Bei der öffentlichen Infrastruktur ist es wichtig, die Erhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen nicht nur zu steigern, sondern auch zu verstetigen“, sagt Fuest. Planungssicherheit helfe Unternehmen, etwa im Straßenbau, in Kapazitäten zu investieren. Zudem sei es entscheidend, Unterbrechungen des Verkehrsflusses bei Sanierungen zu vermeiden, da solche Störungen das Wachstum erheblich hemmten.
Clemens Fuest (Foto)
Präsident des ifo Instituts
Text/Foto: ifo Institut am 15. Oktober 2024