DSV Pokal: Magdeburg verliert 14:16 im 5m Werfen gegen Solingen/Wuppertal

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Die Herren der Wasserball Union Magdeburg (WU Magdeburg) empfingen in der ersten Runde des DSV Pokals am Samstag, 19.10.2024, in eigener Halle, die SGW Schwimm-Club Solingen/Wasserfreunde Wuppertal (2. Wasserball Liga West). FĂŒr beide Teams war es die erste Standortbestimmung in der neuen Saison.

Trotz des Fehlens mehrerer StammkrĂ€fte sollte es vor ĂŒber 100 Zuschauern fĂŒr beide Seiten ein Pokalmatch mit viel Spannung und Dramatik werden. Bereits im ersten Spielabschnitt zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Magdeburg gelang gleich mit dem ersten Angriff durch Wilhelm Block die 1:0 FĂŒhrung. Die GĂ€ste aus dem Bergischen Land glichen aus und gingen ihrerseits mit 1:2 in FĂŒhrung. Diese egalisierte Tamino Orlando Rodenbeck in Überzahl zum 2:2. Die FĂŒhrungswechsel setzten sich auch im zweiten Viertel fort. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Durch einen Treffer von Patrick Kirchner 18 Sekunden vor der Halbzeitsirene gingen die ElbestĂ€dter mit einer 7:6 FĂŒhrung in die Pause (weitere Treffer der Hausherren durch 3x Wilhelm Block und Duncan HĂ€ndel). Bis zu diesem Zeitpunkt konnten sich insbesondere die TorhĂŒter Niels Martin Götzel (Magdeburg) und Timo Besse (GĂ€ste) immer wieder auszeichnen.

Nach der Pause erhöhen die Hausherren durch Sebastian Lindner auf 8:6. Aber der Vorsprung hatte nicht lange Bestand, denn nun gingen die GĂ€ste durch drei Treffer in Folge mit 8:9 in FĂŒhrung. Diese hĂ€tte noch höher ausfallen können, doch Magdeburgs Torwart Götzel hielt einen 5m Strafwurf. Im folgenden Konter setzte sich Patrick Kirchner mit einem Sprint quer durch Becken vor dem gegnerischen Tor energisch durch und erzielte den 9:9 Ausgleich. Das war ganz nach dem Geschmack der anwesenden Magdeburger Fans, die sich lautstark bemerkbar machten. Kirchner war es auch, der kurz vor der letzten Pausensirene den 10:10 Ausgleich markierte. Mit dem erstmals im Magdeburger Tor stehenden Finn Stroh bot sich den Zuschauern in den letzten acht Minuten ein unverĂ€ndertes Bild. Eine Mannschaft legte vor, die andere zog nach. Als die GĂ€ste 45 Sekunden vor dem Ende der Partie in einem Überzahlspiel mit 12:13 in FĂŒhrung gingen, schien das Spiel entschieden. Aber die ElbestĂ€dter hatten ja noch den Mann fĂŒr die Tore in den letzten Sekunden. Wiederum war es Patrick Kirchner, der die Hausherren 27 Sekunden vor der Schlusssirene per 5m Strafwurf zum 13:13 Ausgleich warf.

Die Entscheidung ĂŒber das Weiterkommen musste also im 5m Werfen fallen. Hier versagten sowohl dem sonst sicheren Wilhelm Block, als auch Klaus Hanke die Nerven. Die GĂ€ste nutzen dagegen ihre Gelegenheiten und zogen auf 13:15 davon. Tamino Orlando Rodenbeck verkĂŒrzte zwar noch einmal auf 14:15, doch die GĂ€ste verwandelten den entscheidenden 5m Strafwurf zum 14:16 Endstand. Magdeburgs Vereinschef Detlef Klotzsch war nach der Partie nicht zufrieden mit seiner Mannschaft: „KĂ€mpferisch kann man uns sicher nichts vorwerfen. Wir haben alles reingehauen. Und bei einer Entscheidung im 5m Werfen ist dann sicher auch ein bisschen GlĂŒck dabei. Das hatten wir heute leider nicht. Das Match hat aber auch gezeigt, dass die Abstimmung im Spiel noch fehlt und wir anfĂ€llig bei Kontern waren.“ Die SGW SCW Solingen/Wfr. Wuppertal zieht damit in die 2. Pokalrunde ein.

Die Magdeburger starten am Samstag, 09.11.2024, beim Staffelfavoriten OSC Potsdam II in den Liga-Alltag. Das erste Heimspiel folgt am Samstag, 30.11.2024, 18:00 Uhr, gegen den SV Zwickau.

Foto: Magdeburgs vierfacher TorschĂŒtze und Routinier Patrick Kirchner, den Mann fĂŒr die entscheidenden Tore in den letzten Spielsekunden. (c) WUM)