Die Armeechefs von Frankreich und Großbritannien haben bei einem Besuch in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Möglichkeiten einer Friedenssicherung nach einem Ende des Ukraine-Kriegs erörtert. Der französische Generalstabschef Thierry Burkhard teilte am Samstag mit, es sei über einen möglichen Einsatz internationaler „Rückversicherungstruppen“ gesprochen worden.
„Gemeinsam wollen wir einen dauerhaften und soliden Frieden in der Ukraine gewährleisten, eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherheit des europäischen Kontinents“, erklärte Burkhard im Onlinedienst X.
Burkhard und sein britischer Kollege Tony Radakin hatten am Freitag Gespräche mit Selenskyj, dem ukrainischen Armeechef Oleksandr Syrskyj sowie Verteidigungsminister Rustem Umerow geführt.
Selenskyj sprach im Anschluss von einem „entscheidenden“ Treffen. „Wir sprechen über die Präsenz am Boden, in der Luft und auf See. Wir sprechen auch über die Luftverteidigung. Und über einige andere sensible Dinge“, erklärte der Präsident am Freitagabend, ohne Einzelheiten zu nennen.
„Wir werden uns jede Woche auf militärischer Ebene treffen“, fügte er hinzu. Die Partner der Ukraine hätten bereits ein Verständnis dafür, „was die Ukraine braucht“.
Frankreich und Großbritannien führen derzeit eine europäische Initiative an, die im Fall einer Waffenruhe in der Ukraine dort einen Einsatz internationaler Friedenstruppen plant.
Die russischen Angriffe auf die Ukraine gingen unterdessen weiter. Bei einem Angriff auf Krywyj Rih, die Heimatstadt Selenskyjs, wurden am Freitag nach ukrainischen Angaben 18 Menschen getötet.
US-Präsident Donald Trump hatte nach Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar Verhandlungen über eine Waffenruhe in der Ukraine eingeleitet und mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin telefoniert. Zuletzt drohte Trump Moskau allerdings auch mit weiteren Sanktionen, die Russlands Ölindustrie treffen würden, sollte es nicht bald eine Einigung zur Zukunft der Ukraine geben.
Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 05. April 2025