2021 verstarben 333 Personen aus Sachsen-Anhalt laut Todesursachenstatistik an vorsÀtzlicher SelbstbeschÀdigung (Suizid).
Die Zahl der Suizide war somit 2021 im Vergleich zum Vorjahr (347) rĂŒcklĂ€ufig. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, war die Zahl der Suizide 2021 um 2/3 geringer als 1980 (967).
WÀhrend sich in den 1980er Jahren jÀhrlich zwischen 850 und 1 000 Personen selbst töteten, schwankten im letzten Jahrzehnt die Zahlen zwischen 300 und 400 Verstorbenen.
Die Suizidrate, der Anteil der Selbsttötungen an der Bevölkerung, lag in Sachsen-Anhalt 2021 bei 15,3 Suizidopfern je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Diese Zahl ĂŒbertraf den Bundesdurchschnitt von 11,1 deutlich. WĂ€hrend die Rate bei MĂ€nnern bei 24,2 Selbsttötungen je 100 000 Einwohnern lag (259 Suizide), betrug sie bei den Frauen 6,7 Getötete je 100 000 Einwohnerinnen (74 Suizide). Nur etwa jede 5. Selbsttötung (22,2 % aller Suizide) erfolgte damit durch eine Frau. 1980 hatte dieser Anteil noch bei 38,2 % gelegen.
Mit zunehmendem Alter nahmen sowohl die Suizide als auch die Suizidrate zu. In der Altersgruppe der 10- bis unter 15-JÀhrigen wurde 2021 nur einmal Suizid als Todesursache verzeichnet (Suizidrate 1,1). Bei den 15- bis unter 35-JÀhrigen war dies 26-mal der Fall (Suizidrate 6,7). Die meisten Selbsttötungen gab es in der Altersgruppe 75 Jahre und Àlter, hier wurde die Todesursache in 118 FÀllen auf der Todesbescheinigung vermerkt, was einer Suizidrate von 38,7 Personen je 100 000 der gleichaltrigen Bevölkerung entsprach.
Absolut betrachtet gab es 2021 die meisten Suizide im Landkreis Harz mit 39 FĂ€llen, gefolgt vom Saalekreis mit 30 FĂ€llen. Jeweils 27 FĂ€lle wurden in der kreisfreien Stadt Halle (Saale) und in den Landkreisen Mansfeld-SĂŒdharz und Salzlandkreis verzeichnet. Die höchste Suizidrate hatte allerdings mit 24,3 Selbsttötungen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern der Altmarkkreis Salzwedel (20 FĂ€lle), gefolgt vom Landkreis Mansfeld-SĂŒdharz mit 20,3 Selbsttötungen je 100 000 Personen (27 FĂ€lle) und der kreisfreien Stadt Dessau-RoĂlau (Rate: 20,2; Suizide: 16).
Die Zuordnung der Todesursachen basiert auf den Angaben der den Tod bescheinigenden Ărztinnen und Ărzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen. Bei den vorliegenden Daten handelt es sich um eine nachweisbare Untergrenze, da das Vorliegen eines Suizids bei Ausstellung der Todesbescheinigung oft unklar ist. SpĂ€ter bekannt gewordene Informationen zur Todesursache können nicht mehr in die Statistik einflieĂen.
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